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Aus der Festrede zur Feierstunde "10 Jahre neuzeitliches Gymnasium in Niesky"


In geschichtlichen Dimensionen gerechnet ist ein Jahrzehnt ein kurzer Moment, und wir dürfen nicht erwarten, daß uns jeder so wahrgenommen hat, wie wir es gerne gewollt hätten, genauso wie wir nicht alles wahrnehmen, was um uns passiert.

10 Jahre zu erleben heißt, diese Jahre sehr individuell zu erleben, weil das, was man ist und was man tut, immer persönlich geprägt ist.
Man denkt vielleicht an

  • den Anfang 1992, der für alle - Schüler und Lehrer gleichermaßen - Chance und Bewährungsprobe zugleich war, und an das sich bald einstellende Gefühle, daß es einem Spaß macht - oder eigentlich schon nicht mehr,
  • an die Eröffnungsfeier und das Schulschild mit dem ungewohnten Abdruck "Gymnasium Niesky",
  • an das erste neue Abitur 1994 mit den kopfschüttelnden Schülern draußen unter der Linde am Tag der Matheprüfung,
  • an 19 mal Zeugnisausgabe, was auch heißt, 19 mal stolze und freudvolle Schülergesichter, manchmal auch das Gegenteil,
  • an einzelne der vielleicht 350000 mehr oder weniger gelungenen Unterrichtsstunden, die prägend sind für das was, man aus Schule und vor allem über Schule mitnimmt,
  • zu oft möglicherweise daran, daß jeder Tag so seine Plage hatte, statt daran zu denken, daß auch jeder Tag seine Freude hat.


Bestimmt findet man bei ruhigem Betrachten,

  • dass die materiellen Bedingungen immer besser geworden sind; wir erinnern uns noch an den 1. neuen Klassenraum 1993 im Keller des Gebäudes Bahnhofstraße, an den Sportplatz 1996 und die Außenrekonstruktion hier vor zwei Jahren, die uns den Zaubergarten da draußen beschert hat,
  • dass uns geschichtsbewußtes Leben durchaus etwas zu sagen hat; nicht jeder lehrt oder lernt in so einem taditionsgeschütteltem Haus wie diesem, wo man den 100. Jahrestag des letzten Umbaus, das 75. Jubiläum der Anerkennung des Nieskyer Abiturs und das 50-jährige Abitur nach dem Krieg feierlich begehen konnte,
  • dass die Kontaktaufnahme zu den Alt-Nieskyern und die Gründung des Vereins der Freunde des Gymnasiums Niesky wichtige Momente bei der Schaffung einer eigenen Identität waren, und
  • dass die Namensgebung nach Friedrich Schleiermacher, um die wir so lange gerungen und die dann so schnell ging,

genau in diesem Sinne zu erwähnen sind.

Und dann kommen uns immer konkretere Dinge in den Sinn;

  • die insgesamt 2020 Schüler beziehungsweise die 842 Absolventen mit einem Abitur, welches insgesamt gesehen stets etwas besser als der Sächsische Durchschnitt war; es gab mehr als einmal die Durchschnittsnote 1,0, 
  • die 9 Kolleginnen und Kollegen, die früher mit uns zusammengearbeitet haben und nun ihr verdientes Pensionärsleben genießen,
  • die vielen Dinge, die in nicht zu lösender Verbindung von Kultur, Sport, unterrichtlicher Beschäftigung und Außenwirksamkeit zur Tradition geworden und eigentlich schon selbstverständlich sind: das Skilager, der Geografiewettbewerb, die Weihnachtskonzerte, das Fest der Jungen Talente und die Preisträgerkonzerte, der Tag der offenen Tür und die Hospitationswoche für künftige Schüler, die Kunstausstellung und die Ausgestaltung der Raiffeisenbank, das soziale Schülerpraktikum im Martinshof, die Stunde der Musik, die Chemieolympiade, die Schulsporttage, die Jahrgangsstufenexkursionen und Sprachreisen; nicht zuletzt der gemeinsame Abiball, das Knüpfen eines dichten Netztes von Beziehungen in andere Schulgegenden der Welt; Hockenheim und Albert in Frankreich waren die Anfänge; Zgorcelec als nächstgelegene Stadt der letzte Kontakt und der weiteste in Amerika, und
  • die vielen Wettbewerbserfolge; beispielsweise beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen im Jahr 2000 oder dem Bundeswettbewerb Physik 2002, bei sportlichen Finals im Freistaat 1995 und 2000, beim Landeswettbewerb "Jugend musiziert" 1999, der Jugendoscar der Körber-Stiftung 1998 , der LESSING-Preis 1995 und die Platzierungen bei der ostsächsischen Mathematikolympiade.

 


Neues ab 2002


Im Jahr 2003 rückt die Aufnahme der Schüler des Kollegiums vom Städtischen Gymnasium Rothenburg, das in absehbarer Zeit zu schließen war, immer näher. Die Lehrerinnen und Lehrer treffen sich zu ersten Gesprächen, um über die gemeinsame Arbeit zu beraten. 2004 übernehmen wir die Jahrgangsstufen 7 und 11, im Jahr darauf die anderen Klassenstufen.
Da diese Übernahme lange vorbereitet war, hielt sich die Zahl der aufgelaufenen Probleme in Grenzen.

Mit Beginn des Schuljahres 2003/2004 starten wir mit unserem Ganztagsschulprojekt, das nach und nach beachtliche Dimensionen annimmt, unser Schulleben bereichert und mittlerweile nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken ist.

2005 beginnt die lang ersehnte Rekonstruktion des Schulgebäudes an der Bahnhofstraße (bei laufendem Schulbetrieb). In ca. 500 aufregenden und nicht immer so tollen Tagen durften wir daran teilhaben, wie für uns ein schönes und funktionsgerechtes Haus entstand. Im Oktober 2006 konnten wir es dann endlich einweihen. Die komplett rekonstruierte Turnhalle (jetzt mit Zuschauertribüne) wird nach eineinhalb Jahren Bauzeit im Herbst 2009 übergeben,

Innerhalb dieser Zeit werden die neuen sächischen Gymnasiallehrpläne eingeführt, die uns neue Inhalte, moderne Unterrichtsformen - wie den fächerverbindenden Unterricht in allen Klassenstufen oder den umgestalteten Profilunterricht - und zentrale Leistungsprüfungen (sprich: Orientierungsarbeiten; jetzt: Kompetenztests) u.a.m. bringen.
Im Zuge dieser Entwicklungen stellen wir unsere bisherige Arbeit und die schulspezifischen Konzeptionen (u.a. das Förderkonzept oder das der Wahlgrundkurse) immer wieder auf den Prüfstand und passen die an geänderte Rahmenbedingungen an.
Unabhängig davon ist es uns gelungen, die vielen schönen kleinen und die großen, traditionellen Schulveranstaltungen und Aktivitäten immer wieder und mit Erfolg durchzuführen.

Das erste Abitur nach der "neuen" OAVO wird 2010 abgelegt.

Und: Auch PISA war zweimal Thema für uns!
Wir sind jahrelang Vergleichsschule im Schulversuch "Gemeinschaftsschulen" und hatten für mehrere Jahre als eines der ersten Gymnasien ausgebildete Sozialpädagogen im Haus.

Außerdem verbessern sich schrittweise die technischen Möglichkeiten, weshalb zunehmend mit modernen Medien gearbeitet werden kann.

Alle Entwicklungen in dieser Dekade waren (und sind) von Wirksamkeitsuntersuchungen (sprich: Evaluationen) begleitet, die durch Partner oder durch uns selbst durchgeführt werden.



2012

... schließlich feiern wir unser 20. Schuljubiläum mit einer Vielzahl an Veranstaltungen und anderen Aktivitäten und haben dafür sogar ein Logo, das Dirk Hübner (ehemaliger Abiturient unseres Gymnasiums) für uns gemalt hat.

Logo 20 Jahre Gym
Mit großem Stolz können wir gemeinsam auf das auf Erreichte schauen.

Unsere Schule hat sich zu einem der festen Gymnasialstandorte im Landkreis Görlitz, der nunmehr unser Schulträger ist, entwickelt. Schön ist, dass wir gerade auch in diesem Jahr eine positive Rückmeldung im Rahmen der Externen Evaluation durch das Sächsische Bildungsinstitut erhielten.